Blog · SEO ohne Illusionen
In Deutschland sind mehrere dieser Seiten gesetzlich vorgeschrieben. Das ist der Unterschied zu jedem anderen Markt, in dem wir arbeiten, und er hat einen praktischen Vorteil: Sie müssen die Arbeit ohnehin machen. Dass dieselben Angaben inzwischen auch darüber mitentscheiden, ob Google Ihre Inhalte als Quelle auswählt, ist ein Nebeneffekt, den kaum jemand nutzt.
Experience, Expertise, Authoritativeness, Trust. Der Begriff stammt aus Googles Richtlinien für Qualitätsbewerter, also aus einer Anweisung an Menschen, die Suchergebnisse beurteilen. Kein direkter Rankingfaktor.
Diese Unterscheidung wird häufig genutzt, um das Thema abzutun, und das ist ein Fehler. Die Richtlinien beschreiben, was Google belohnen will. Systeme werden gebaut, um das anzunähern. Und die beschriebenen Signale lassen sich maschinell günstig prüfen: Gibt es einen benannten Autor, existieren dessen Qualifikationen auch außerhalb Ihrer Website, hat das Unternehmen eine verifizierbare rechtliche Identität, sind Behauptungen belegt.
Für kommerzielle B2B-Themen liegt die Schwelle niedriger als für medizinische oder finanzielle Inhalte. Sie liegt nicht bei null.
Eine Seite kann ohne all das ranken, getragen von Domainautorität und Nutzungsdaten. Das Ranking ist nicht der Engpass.
Der Engpass ist die Auswahl. Wenn ein generatives System zehn rankende Seiten vorliegen hat und drei Quellen zitieren soll, braucht es eine Grundlage für die Entscheidung. Autorenidentität, Unternehmensidentität und belegbare Aussagen sind genau die Art von Merkmal, die sich günstig prüfen lässt und gut trennt.
Wir haben eine Website begleitet, die für ihre wichtigsten kommerziellen Anfragen stabil auf den Plätzen eins bis drei stand und in keiner einzigen generierten Antwort auftauchte. Über sämtliche Prioritätsanfragen hinweg. Die rankenden Seiten waren in Ordnung. Es gab keinen benannten Autor, keine Qualifikationsangaben und keine strukturierte Unternehmensidentität, die ein System hätte auflösen können.
Impressum. Pflicht nach dem Digitale-Dienste-Gesetz, das im Mai 2024 die entsprechenden Regelungen des Telemediengesetzes abgelöst hat. Erforderlich sind vollständiger Name beziehungsweise Firma, Rechtsform, ladungsfähige Anschrift (kein Postfach), Vertretungsberechtigte, Kontaktdaten einschließlich E-Mail, Registergericht und Registernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sofern vorhanden, sowie bei journalistisch-redaktionellen Inhalten ein Verantwortlicher nach § 18 Medienstaatsvertrag.
Ein Fachblog mit regelmäßigen Beiträgen fällt in der Praxis unter die letzte Anforderung. Die meisten B2B-Websites mit Blog haben diese Angabe nicht.
Datenschutzerklärung nach DSGVO, mit benanntem Verantwortlichen, Rechtsgrundlagen je Verarbeitung, Empfängern, Speicherdauer und Betroffenenrechten.
Beides ist rechtlich erforderlich. Beides liefert gleichzeitig genau die verifizierbare Unternehmensidentität, die maschinell geprüft wird. Das ist der seltene Fall, in dem Rechtsabteilung und Sichtbarkeit dasselbe wollen.
Eine echte Über-uns-Seite. Kein Leitbild. Gründungsjahr, Eigentümerstruktur, Größe, Standort, was das Unternehmen für wen tut. Benannte Personen mit Rollen.
Personenprofile. Ein Fachbereichsleiter mit Werdegang, Qualifikationen und einem Link auf ein berufliches Profil, das die Angaben bestätigt. Ein Absatz genügt. Entscheidend ist, dass die Aussage außerhalb Ihrer eigenen Website überprüfbar ist.
Autorenangabe unter jedem Fachbeitrag. Nicht "Redaktion", nicht der Firmenname. Eine Person mit Link auf ihr Profil. Das ist die häufigste Lücke in deutschen B2B-Blogs und die mit dem geringsten Aufwand.
Referenzen mit überprüfbaren Angaben. Genannte Kunden, wo zulässig, echte Zahlen, echte Zeiträume. Ein anonymisierter Fall mit konkreten Kennzahlen wirkt stärker als ein genannter Kunde mit vagen Aussagen.
Preise oder eine begründete Erklärung, warum keine genannt werden. "Preis auf Anfrage" auf jeder Seite kostet Vertrauen. Eine Seite, die erklärt, was den Preis bestimmt, mit Spannen, wirkt stärker als jeder Text über Qualitätsanspruch.
Die Informationen zu schreiben ist die Hälfte. Die andere ist, sie so auszuzeichnen, dass kein Rückschluss nötig ist.
Organization auf der Startseite oder seitenweit: Firmenname, Logo, Anschrift, Kontaktdaten, Profile in anderen Netzwerken, Gründungsdatum, Kennungen soweit vorhanden.
Person für Mitarbeitende, aus Artikeln über die Autoreneigenschaft verknüpft, mit sameAs auf berufliche Profile, die die Angaben bestätigen.
Article oder BlogPosting auf jedem Beitrag, mit Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatum.
FAQPage dort, wo echte Frage-Antwort-Blöcke existieren.
BreadcrumbList für die Hierarchie.
Die Eigenschaft sameAs leistet mehr, als ihre Unbekanntheit vermuten lässt. Sie verbindet die Entität auf Ihrer Website mit derselben Entität andernorts, und diese Auflösung findet statt, bevor ein System entscheidet, ob es einer Zuschreibung traut.
Prüfen Sie, was Sie ausspielen. Fehlerhafte und fehlende Auszeichnung sehen für einen Parser identisch aus, und der Fehler bleibt stumm.
Der Phantomautor. Ein Beitrag, gezeichnet mit einem Namen ohne Profilseite, ohne Qualifikationsangabe und ohne Präsenz irgendwo sonst. Das ist schlechter als keine Zuschreibung, weil es eine nicht überprüfbare Behauptung aufstellt statt gar keiner.
Die Generator-Datenschutzerklärung. Aus einem Formular erzeugt, mit dem Firmennamen als Platzhalter in einem Absatz, oder mit einer Rechtsordnung, zu der das Unternehmen keinen Bezug hat. Beides kommt häufig vor und ist für jeden sichtbar, der liest.
Veröffentlichungs- und Änderungsdatum sind strukturierte Daten und werden regelmäßig missbraucht. Einen unveränderten Beitrag mit heutigem Datum neu auszuspielen ist eine bekannte Taktik und eine schlichte Falschangabe.
Die Variante, die funktioniert: den Beitrag tatsächlich aktualisieren, das Änderungsdatum setzen und benennen, was sich geändert hat. Ein sichtbarer Hinweis "aktualisiert im Juli 2026: Abschnitt zu generativen Antworten überarbeitet" wirkt stärker als ein frisches Datum über unverändertem Text, und er stimmt.
Die meisten Websites bestehen vier dieser sechs Punkte nicht. Der Aufwand für die Behebung liegt bei Stunden, nicht Wochen.
Ehrlichkeitshalber, weil E-E-A-T ebenso überverkauft wie ignoriert wird.
Es rettet keine dünnen Inhalte. Ein sauber zugeschriebener Beitrag ohne Substanz rankt nicht.
Es ersetzt keine technische Grundlage. Eine Seite, die nicht gecrawlt werden kann, hat keine Qualifikationen, die bewertet werden könnten.
Es ist keine Kennzahl, die Sie in einem Bericht zeigen können. Nach dem Hinzufügen einer Autorenbox bewegt sich keine Zahl. Die Wirkung zeigt sich darin, ob Sie ausgewählt werden, wenn mehrere Seiten gleichermaßen in Frage kommen, und das lässt sich schwer sauber zuordnen.
Genau deshalb bleibt es liegen. Unspektakuläre Arbeit ohne saubere Zuordnung, auf Seiten, die niemand besucht, gegen Mitbewerber, die sie ebenfalls nicht gemacht haben.
---
Nicht direkt. Es beschreibt, was Googles Qualitätsbewerter beurteilen sollen. Die Signale werden zunehmend auch zur Quellenauswahl für generierte Antworten genutzt.
Name beziehungsweise Firma, Rechtsform, ladungsfähige Anschrift, Vertretungsberechtigte, Kontaktdaten, Registergericht und Registernummer, USt-IdNr. sofern vorhanden, und bei redaktionellen Inhalten ein Verantwortlicher nach § 18 MStV.
Ja, verknüpft mit einer Profilseite, deren Angaben auch außerhalb Ihrer Website belegbar sind. Ein Name ohne Verknüpfung ist schlechter als keiner.
Organization, Person mit sameAs, Article oder BlogPosting mit Autor und Daten, BreadcrumbList und FAQPage.
Nur wenn sich der Inhalt tatsächlich geändert hat. Alles andere ist eine Falschangabe.
Für die meisten Websites Stunden statt Wochen.
Wir prüfen Indexierung, Ladezeit, Content und Linkprofil, benennen die drei größten Probleme und die Reihenfolge der Arbeiten. Echte Ergebnisse, ohne „heiße Luft“ und ohne Verpflichtungen — der Bericht bleibt in jedem Fall bei Ihnen.